LEO 2018: 6,2 Millionen gering literalisierte Erwachsene

Auf der Tagung der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung wurden die Ergebnisse der Studie LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität der Öffentlichkeit vorgestellt. Für das BMBF gab Staatssekretär Christian Luft die Zahlen bekannt. Der Vorsitzende der Kultusminister-Konferenz, Prof. Dr. R. Alexander Lorz, kommentierte die Zahlen aus Sicht der Länder. Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Prof. Dr. Heike Solga (Sprecherin des LEO-Beirats) berichteten detailliert über den Trend zwischen 2011 und 2018.

Die Ergebnisse: Rund 6,2 Millionen Deutsch Sprechende Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren sind gering literalisiert, haben also Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Das sind 12,1 Prozent der entsprechenden Gesamtbevölkerung. In der Systematik der Studie entsprechen ihre Lese- und Schreibkompetenzen den Alpha-Levels 1 bis 3.

Pressebroschüre

Die Hauptergebnisse liegen in Form einer Pressebroschüre vor. Diese können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

Video-Vorträge von Anke Grotlüschen zu den Hauptergebnissen der Studie

Die Hauptergebnisse der Studie liegen auch in Form einer videobasierten Präsentation vor. Über diesen Link, den Sie auch gern weiterleiten dürfen, erreichen Sie den Video-Vortrag.
(Link-Adresse: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/24578)

Anhand von drei Fragen  zu LEO gehen wir in einer weiteren Videopräsentation detailliert auf die Frage ein, wie der Rückgang der Zahl gering literalisierter Erwachsener zu erklären ist.

Über diesen Link erreichen Sie den Video-Vortrag „Drei Fragen zu LEO“. Auch diesen Link dürfen Sie gern weiterleiten.
(Link-Adresse: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/24737)

Practices and Competencies – Evidence from a German Adult Literay Survey

Unter diesem Titel ist ein Beitrag im Internationalen Jahrbuch der Erwachsenenbildung / International Yearbook of Adult Education erschienen. Das Jahrbuch wird herausgegeben von Michael Schemmann, Universität zu Köln.

Bibliografische Information: Grotlüschen, Anke, Buddeberg, Klaus, Dutz, Gregor, Heilmann, L.isanne M.  & Stammer, Christopher (2019). Practices and Competencies – Evidence from an Adult Literacy Survey in Germany. In M. Schemmann (Ed.), Internationales Jahrbuch der Erwachsenenbildung / International Yearbook of Adult Education (pp. 17–34). Bielefeld: wbv.

Vortrag: Digital Practices and Digital Competences of Low Literate Adults

Logo der EERA

Vortrag von Klaus Buddeberg auf der European Conference on the Education of Adults (ECER), Hamburg, 6. September 2019.
Der Vortrag fand statt im Rahmen des Symposiums „Examining Digital and Media Literacy and Using Media for Rising Awareness on Literacy“, Organisation des Symposiums: Klaus Buddeberg. Weitere Beiträge von Theo Hug (Innsbruck), Suzanne Smythe (Vancouver) und Tiziana Mascia (Bozen), Chair und Discussant: Klaus Rummler (PH Zürich) und Petra Grell (TU Darmstadt).

Weltalphatag: Vorstellung und Diskussion der aktuellen Ergebnisse der Studie „LEO – Leben mit geringer Literalität“

Anlässlich des Weltalphatags diskutierten am Di, 10.09.2019 in der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen:
– Christopher Stammer, Universität Hamburg,
– Susanne Kiendl, VHS Hamburg,
– Solveig Klockmann, Alphateam Hamburg,
– Elke Kramer, Mentor Hamburg e.V.
– Stefanie Hernández, Landesinstitut für Lehrerfortbildung
– Sabine von Eitzen, Bücherhalle Wilhelmsburg.
Moderation: Gabriele Rösch, Bücherhallen Hamburg

Logo der Bücherhallen Hamburg

Fachtag des Netzwerks Alphabetisierung und Grundbildung Sachsen-Anhalt

Am 13. Juni fand in Magdeburg der Fachtag des Netzwerks Alphabetisierung und Grundbildung Sachsen-Anhalt statt, auf dem die Ergebnisse der LEO-Studie eine zentrale Rolle spielten. Anke Grotlüschen präsentierte Hauptergebnisse der Studie. In Workshops gingen Gregor Dutz und Klaus Buddeberg auf ausgewählte Ergebnisse näher ein. Informationen zum Fachtag finden Sie hier.

Drei Fragen an LEO

Anhand von drei Fragen gehen wir in Form einer videobasierten Präsentation detailliert auf die Frage ein, wie der Rückgang der Zahl gering literalisierter Erwachsener zu erklären ist.

Über diesen Link, den Sie auch gern weiterleiten dürfen, erreichen Sie den Video-Vortrag.
(Link-Adresse: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/24737)

Literalität und Altersgruppen

Bereits die erste LEO Studie im Jahr 2010 hatte gezeigt: Die kulturpessimistische These, für geringe Literalität seien vor allem jüngere Erwachsene ‚verantwortlich‘, lässt sich durch die empirischen Ergebnisse entkräften. Auch für LEO 2018 gilt: Anteilig sind ältere Altersgruppen stärker von geringer Literalität betroffen. Und entsprechend tragen sie auch stärker zum Gesamtphänomen bei. Gleichzeitig hat sich auch die Alterszusammensetzung der Bevölkerung (und folglich die Zusammensetzung des Studiensamples) in Richtung eines höheren Durschnittsalters verändert. Diese Ergebnisse sind in einem PDF-Dokument zusammengefasst: LEO 2018 Geringe Literalität und Altersgruppen.

Beitrag im Handbuch Bildungsarmut

Deckblatt des Handbuch Bildungsarmut

Anke Grotlüschen und Klaus Buddeberg haben einen Beitrag für das von Gudrun Quenzel und Klaus Hurrelmann herausgegebene Handbuch Bildungsarmut verfasst. Das Kapitel beschreibt basierend auf Ergebnissen von LEO 2010 das Phänomen geringer Literalität in Deutschland.

Grotlüschen, Anke; Buddeberg, Klaus (2019): Geringe Literalität unter Erwachsenen in Deutschland. In: Quenzel, G. und Hurrelmann, K. (Hg.): Handbuch Bildungsarmut. [1. Auflage]. Wiesbaden, Germany: Springer VS (Handbuch).


Meta